Till the End of the Moon

Fantasy

  • Titel: Till the End of the Moon
  • Autor/in: Teng Luo Wei Zhi
  • Verlag: Bramble
  • Erscheinungsjahr: 2025
  • Genre: Fantasy
  • Tropes: Who did this to you | Enemies to Lovers | Slow Burn
  • Seiten: 528

Till the End of the Moon – Teng Luo Wei Zhi

Ich habe dieses Buch mit großen Erwartungen begonnen: Die Grundidee klang spannend, das Setting vielversprechend und die Aufmachung ist ohne Frage wunderschön. Dennoch habe ich mich nach dem ersten Akt dazu entschieden, Till the End of the Moon – Verdorbenes Herz abzubrechen – eine Entscheidung, die mir nicht leichtgefallen ist, die sich aber richtig anfühlte.

Inhaltlich folgt die Geschichte Li Susu, die 500 Jahre in die Vergangenheit reist, um zu verhindern, dass Tantai Jin zum Dämonengott wird. Dafür übernimmt sie den Körper von Ye Xiwu – ohne zu wissen, dass diese bereits mit ihm verheiratet ist. Die Frage, ob jemand von Natur aus böse ist oder durch äußere Umstände dazu gemacht wird, fand ich dabei besonders interessant und gelungen angelegt.

Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Das größte Problem war für mich die enorme Fülle an Namen, Titeln, Bezeichnungen und Fremdwörtern. Trotz Glossar und Fußnoten kam ich immer wieder aus dem Lesefluss, musste nachschlagen und verlor den Überblick darüber, wer gerade spricht oder welche Rolle eine Figur einnimmt. Das machte das Lesen zunehmend anstrengend statt immersiv.

Verschmähst du meine Zuneigung, so spüre meinen Hass.1

Auch die Protagonistin blieb für mich schwer greifbar. Susus Handlungen wirkten oft widersprüchlich, ihr Verhalten gegenüber Tantai Jin konnte ich emotional kaum nachvollziehen. Stellenweise hatte ich sogar das Gefühl, dass gerade ihre Eingriffe mitverantwortlich dafür sein könnten, dass er zu dem wird, den sie eigentlich verhindern soll. Das erzeugte zwar Mitleid für ihn, ließ mich aber innerlich auf Distanz zu ihr gehen.

Als Romantasy hat mich das Buch ebenfalls enttäuscht. Die beworbene Enemies-to-Lovers-Dynamik bleibt fast ausschließlich bei Enemies. Zarte Annäherungen sind kaum spürbar und verflüchtigen sich schnell wieder. Wer hier auf emotionale Spannung oder romantische Tiefe hofft, wird meiner Meinung nach eher enttäuscht. Als reine Fantasy funktioniert die Geschichte besser, doch auch dort konnte sie mich nicht lange genug fesseln. Positiv hervorheben möchte ich ausdrücklich die optische Gestaltung: Cover, Farbschnitt und die Zeichnungen im Buch sind wirklich wunderschön und mit viel Liebe gestaltet. Auch der Schreibstil an sich ist nicht schlecht – er war für mich jedoch in Kombination mit der Komplexität einfach zu fordernd.

Unterm Strich bleibt für mich ein Buch mit interessanter Idee und großem Potenzial, das mich persönlich aber weder emotional noch erzählerisch erreichen konnte. Es ist kein schlechtes Buch – aber eines, das schlicht nicht zu mir gepasst hat.

1 Teng Luo Wei Zhi (2025). Till the End of the Moon (S. 11). Bramble.

 

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