Ein Laut, der nicht laut ist und doch alles füllt, zog durch den Himmel. Erst fern, dann näher, bis er sich im Raum festsetzte wie eine Erinnerung, die man nicht gesucht hat und trotzdem kennt. Über mir formten sich die Linien des Zuges, ruhig, sicher, unbeirrbar. Jahr für Jahr derselbe Weg, und doch fühlt es sich jedes Mal an wie ein Versprechen. Vielleicht ist es genau das, was sie jedes Jahr mitbringen. Nicht nur die Ahnung von Frühling, sondern die Erinnerung daran, dass Heimkehr möglich ist.
Der Himmel ist kein fremder Raum,
er öffnet sich, sobald wir steigen.
Er kennt das Maß von Flügeln,
das Schweigen zwischen unsern Reihen.
Wir rufen, nicht um gehört zu werden,
sondern um uns zu erinnern.
An Felder, die im Nebel warten,
an Wasser, das im Morgen schimmert.
So ziehen wir in weiten Bögen,
getragen von dem, was uns lenkt.
Nicht jeder Blick wird uns bemerken,
doch jeder Flug ist Heimkehr.
Fogandbooks
Man merkt plötzlich, wie still ein Moment sein kann, obwohl Flügel schlagen. Wie groß der Himmel wirkt, wenn man ihn wirklich ansieht. Und wie viel Trost darin liegt, dass etwas den Weg kennt, auch wenn man selbst ihn manchmal vergisst. Ich stand lange dort und dachte an all die Jahre, in denen ich sie kommen und gehen sah. Manche Tage bleiben einfach, weil sie nichts verlangen außer einen Blick nach oben. Heute war so ein Tag.
Ich wünsche euch einen schönen Start in die kommenden Tage.
Nikon D850 | Sigma 150-600mm F5-6.3
