Anouk, die nachts auf Reisen geht – Hendrikje Balsmeyer & Peter Maffay
Manchmal braucht es nur einen kleinen Spalt unter der Zimmertür und plötzlich wird aus Geh bitte schlafen ein Versprechen auf Abenteuer. Anouk, die nachts auf Reisen geht von Hendrikje Balsmeyer und Peter Maffay fängt genau diesen Moment zwischen Wachsein und Träumen ein. Anouk entdeckt eines Abends ein geheimnisvolles Licht unter ihrer Tür und dahinter wartet nicht der vertraute Flur, sondern jede Nacht eine neue Welt. Ein Piratenschiff, ein Zirkus, ein Bauernhof, sogar das Mittelalter. Und überall begegnet sie Kindern, die Mut brauchen, Freundschaft suchen oder einfach jemanden, der an sie glaubt.
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Jede Nacht öffnet sich für Anouk
eine magische Tür zu einer Welt voller Abenteuer.
Was ich besonders liebe, ist die leise Selbstverständlichkeit, mit der Anouk hilft. Sie ist kein strahlender Held mit Superkräften, sondern neugierig, mitfühlend und manchmal unsicher und gerade deshalb so nahbar. Die sieben in sich abgeschlossenen Geschichten eignen sich perfekt als Abendritual und tragen doch alle denselben Kern in sich. Fantasie als Kraftquelle, Freundschaft als Brücke und Mut, der oft ganz still beginnt. Die Illustrationen von Joëlle Tourlonias schenken dem Ganzen zusätzliche Wärme, mit weichen Farben, liebevollen Details und diesem einen Blick von Anouk und ihrem Affi, der sofort ins Herz trifft. Es ist ein Buch, das man nicht nur vorliest, sondern gemeinsam betrachtet und in dem man versinken kann.
Was dieses Buch für mich so besonders macht, ist seine Sanftheit. Keine lauten Effekte, kein übertriebenes Drama, sondern kleine Abenteuer, die Kindern zeigen, dass sie selbst etwas bewirken können. Für mich ist es kein klassisches Gute Nacht Buch, sondern eines, das Einschlafen wie einen Anfang wirken lässt. Ideal für Kinder ab etwa vier Jahren und für alle Erwachsenen, die sich erinnern möchten, wie es sich anfühlt, wenn hinter einer Tür plötzlich die ganze Welt wartet.









