Note to myself

  • Titel: Note to myself – Liebe ist keine Option
  • Autor/in: Kira Mohn
  • Verlag: Rütten & Loening Verlag
  • Erscheinungsjahr: 2025
  • Genre: Romane | Erzählungen
  • Tropes: RomCom | FeelGood Romance | Selfcare
  • Seiten: 377

Note to myself – Kira Mohn

Mit Note to myself legt Kira Mohn einen Roman vor, der sich nicht laut in den Vordergrund drängt – und gerade dadurch nachhaltig berührt. Hinter einem unscheinbaren Cover entfaltet sich eine Geschichte, die leise beginnt, sich langsam entfaltet und schließlich tief im Inneren nachhallt. Der Roman ist ein Erwachsenenroman im besten Sinne: kein eskapistisches Überzeichnen, sondern ein ehrlicher Blick auf das Leben, auf Fehler, Umwege und die leisen Prozesse des Wachsens und Heilens. Note to myself lädt dazu ein, die Seele baumeln zu lassen – und vielleicht ein Stück weit zu genesen.

Im Mittelpunkt steht Alice, eine Protagonistin, die durch ihre Eigenheiten sofort greifbar wird. Ihre Listen, ihre Gedanken, ihre Unsicherheiten wirken nie konstruiert, sondern zutiefst menschlich. Gemeinsam mit Lennon und den weiteren Nebenfiguren entsteht ein Ensemble, das der Geschichte Tiefe verleiht und sie zu einem unerwarteten Genuss macht. Jede Figur erfüllt dabei mehr als nur eine funktionale Rolle – sie tragen zur emotionalen Dichte des Romans bei und spiegeln unterschiedliche Facetten von Nähe, Verletzlichkeit und Entwicklung.

„Ich würde ihm gern sagen, dass ich sehr viel mehr als Freundschaft für ihn empfinde. Und das ich zwar weiß, warum ich so lange versucht habe, mir selbst etwas vorzumachen, mir aber in diesen Moment wünschte, ich hätte es nicht getan.“1

 

Besonders hervorzuheben ist die Tonalität des Romans: Kira Mohn gelingt eine ausgewogene Mischung aus Humor und Ernst, aus Leichtigkeit und emotionaler Schwere. Der Text lässt Raum für Lachen, für stille Momente – und auch für Tränen. Immer wieder wird deutlich, dass Fehler kein Makel sind, sondern Teil des Menschseins. Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und bindet Leser:innen auf einer sehr persönlichen Ebene ein.

Auch formal überzeugt Note to myself. Die liebevolle Buchsatzgestaltung, insbesondere die eingestreuten Listen, die Alice’ Persönlichkeit widerspiegeln, runden das Leseerlebnis ab. Sie lockern den Text nicht nur auf, sondern schaffen Nähe zur Figur und bringen den Leser immer wieder zum Schmunzeln – ein Detail, das zeigt, mit wie viel Sorgfalt dieser Roman gestaltet wurde.

Dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen möchte, spricht für sich. Note to myself ist kein Roman der großen Dramatik, sondern einer der leisen Wahrheiten. Er berührt, ohne zu überfordern, und hinterlässt das Gefühl, verstanden worden zu sein. Ein stilles, warmes Buch voller Gefühl, Hoffnung und Menschlichkeit – und damit ein klares Lesehighlight 2025 mit 5 von 5 Sternen.

1 Mohn, K. (2025). Note to myself. Liebe ist keine Option (S. 314). Rütten & Loening Verlag.

 

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