Wo Pflicht endet, beginnt Leidenschaft.
Der März bringt nicht nur erste Frühlingsgefühle, sondern auch eine ganze Reihe neuer historischer Romane, die uns in andere Jahrhunderte entführen. Zwischen höfischen Intrigen, politischen Machtspielen und leidenschaftlichen Liebesgeschichten warten Geschichten, die nach opulenten Kleidern, flackerndem Kerzenschein und dramatischen Entscheidungen klingen. Wer historische Stoffe liebt, in denen Emotion und Gesellschaftsordnung untrennbar miteinander verwoben sind, wird diesen Monat definitiv fündig.
Manchmal braucht es nur einen falschen Blick im Ballsaal,
um ein ganzes Königreich ins Wanken zu bringen.
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Moosland – Katrin Zipse
Moosland entführt uns in das Island des Jahres 1949, in dem knapp 300 junge Frauen aus dem zerstörten Deutschland einem ungewöhnlichen Aufruf folgen: Sie sollen als Arbeitskräfte und potenzielle Heiratskandidatinnen auf abgelegene Höfe gehen. Unter ihnen ist Elsa, die schweigend und voller Verlust in eine fremde Welt tritt. Zwischen Grassodenhäusen, leuchtenden Wiesen und der unendlichen Küste entsteht ein intensives Miteinander, das längst unausgesprochene Erwartungen, Sehnsüchte und stille Konflikte freilegt. In dieser stillen Landschaft, in der Sprache und Zugehörigkeit mühsam neu gefunden werden müssen, erzählt Moosland von Aufbruch, Ankommen und der Kraft der Gemeinschaft.
Manchmal ist es der Wind, der uns neue Worte in die Seele schreibt.
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Katrin Zipse wurde 1964 in Stuttgart geboren und arbeitet als Schriftstellerin sowie als Hörfunkredakteurin. Sie studierte Theaterwissenschaft und Deutsche Philologie und sammelte Erfahrung am Theater, bevor sie zur Literatur und zum Hörfunk wechselte. Zipse hat bereits zahlreiche Romane und Hörspiele veröffentlicht, vor allem für Kinder und Jugendliche; mit Moosland legt sie nun einen literarisch eindringlichen, atmosphärisch dichten Roman vor, der auf wahren historischen Begebenheiten fußt und das Nachkriegs-Island mit großer Feinfühligkeit lebendig werden lässt.
Erscheinungstermin: 10.03.2026
Der Schrein der Könige – Sabine Weiss
Mit Der Schrein der Könige entführt uns Sabine Weiss in eine Zeit, in der Glaube, Macht und Politik untrennbar miteinander verwoben sind. Im Zentrum steht ein kostbarer Schrein, Symbol königlicher Autorität und religiöser Verehrung, der Begehrlichkeiten weckt und Konflikte entfacht. Zwischen Intrigen am Hof, religiösen Spannungen und persönlichen Loyalitäten geraten die Figuren in ein Netz aus Machtkämpfen und gefährlichen Entscheidungen. Weiss verbindet detailreiche historische Kulisse mit dramatischer Spannung. Man spürt das Gewicht von Krone und Kirche, von Tradition und Ehrgeiz. Dabei geht es nicht nur um Herrschaft, sondern um die Frage, wem man dient – dem König, dem Glauben oder dem eigenen Gewissen.
Wo Reliquien Macht versprechen, ist Verrat oft nur ein Flüstern entfernt.
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Sabine Weiss zählt zu den etablierten Stimmen im historischen Roman im deutschsprachigen Raum. Sie studierte Germanistik und Geschichte und ist bekannt für sorgfältig recherchierte Stoffe, die historische Ereignisse mit fiktiven Schicksalen verbinden. Ihre Romane spielen häufig im Mittelalter oder in der frühen Neuzeit und zeichnen sich durch dichte Atmosphäre, starke Figuren und ein feines Gespür für gesellschaftliche Machtstrukturen aus. Mit Der Schrein der Könige knüpft sie an diese Tradition an und erschafft erneut eine Welt, in der Geschichte nicht nur Kulisse ist, sondern Motor der Handlung.
Erscheinungstermin: 02.03.2026


Der Fährmann – Regina Denk
Mit Der Fährmann erzählt Regina Denk eine eindringliche Geschichte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, angesiedelt an der deutsch-österreichischen Grenze. In einer kleinen Grenzgemeinde, die durch einen Fluss verbunden und zugleich getrennt wird, geraten alte Freundschaften, Versprechen und Traditionen ins Wanken. Im Mittelpunkt stehen Hannes, Elisabeth, Josef und Annemarie – vier junge Menschen, deren Leben eng miteinander verflochten ist. Hannes arbeitet als Fährmann und unterliegt einer alten Regel: Ein Fährmann soll keine Familie gründen, um niemanden zurückzulassen, falls der Fluss ihm eines Tages zum Verhängnis wird. Doch sein Herz gehört Elisabeth, die einem anderen versprochen ist.
Mit dem Ausbruch des Krieges verschärfen sich Spannungen, Nationalismus durchzieht selbst das abgelegene Dorf, und persönliche Entscheidungen gewinnen eine Tragweite, die weit über das Private hinausreicht. Als schließlich ein Kind verschwindet, kippt die fragile Ordnung endgültig. Regina Denk verbindet historische Realität mit einem intensiven Beziehungsdrama und zeigt, wie politische Umbrüche tief in das Leben einzelner Menschen eingreifen. Nicht die großen Schlachtfelder stehen im Vordergrund, sondern die leisen, folgenschweren Entscheidungen in einer Gemeinschaft, die langsam auseinanderbricht.
Wo Fluss und Zeit sich trennen, beginnt die Reise des Herzens.
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Regina Denk wurde 1981 an der bayerisch-österreichischen Grenze geboren und lebt heute wieder dort, wo sie aufwuchs. Sie studierte Literaturwissenschaft und schreibt Romane, in denen sie oft ihre Heimat, familiäre Bindungen und historische Themen vereint.
Erscheinungsdatum: 02.03.2026
Tage des Wandels – Ulrike Renk
Mit Tage des Wandels entführt Ulrike Renk ihre Leserinnen und Leser in eine Epoche, in der gesellschaftliche Umbrüche das Leben ganzer Familien verändern. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die zwischen familiären Verpflichtungen, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Wunsch nach Selbstbestimmung ihren eigenen Weg sucht. Während politische und wirtschaftliche Entwicklungen das gewohnte Leben ins Wanken bringen, muss sie Entscheidungen treffen, die nicht nur ihr persönliches Glück, sondern auch die Zukunft ihrer Familie beeinflussen. Ulrike Renk verknüpft historische Detailtreue mit emotionaler Intensität und zeichnet das Porträt einer Zeit, in der Fortschritt und Tradition aufeinanderprallen. Ihre Figuren sind keine stillen Beobachter der Geschichte, sondern Menschen, die mitten im Wandel stehen und ihn mit ihren Hoffnungen, Ängsten und mutigen Schritten mitgestalten.
In Zeiten des Wandels zeigt sich, wer wir wirklich sind.
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Ulrike Renk zählt zu den erfolgreichen Stimmen des deutschen historischen Romans. Bekannt wurde sie unter anderem durch ihre mehrbändigen Familiensagas, in denen sie reale historische Hintergründe mit fiktiven Schicksalen verbindet. Ihre Romane zeichnen sich durch sorgfältige Recherche, starke Frauenfiguren und eine lebendige Darstellung gesellschaftlicher Veränderungen aus. Mit Tage des Wandels knüpft sie an diese Stärke an und erzählt erneut eine Geschichte über Mut, Identität und den Preis der Freiheit.
Erscheinungsdatum: 30.03.2026

Ob am königlichen Hof, in den Wirren des Ersten Weltkriegs oder in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche – der März zeigt einmal mehr, wie vielfältig historische Romane sein können. Sie führen uns nicht nur in vergangene Jahrhunderte, sondern lassen uns spüren, wie nah uns diese Geschichten eigentlich sind. Zwischen Macht und Moral, Liebe und Loyalität, Tradition und Aufbruch entstehen Schicksale, die lange nachhallen. Und vielleicht ist genau das das Besondere an diesem Genre: Geschichte wird nicht nur erzählt, sie wird fühlbar.


