Hello April
Der April ist kein leiser Monat. Manchmal wirkt er fast wütend, mit Wind, der an den Fenstern rüttelt, mit Regen, der plötzlich kommt und alles grau erscheinen lässt. Und dann, ohne Vorwarnung, wird er wieder sanft. Das Licht kehrt zurück, die Luft wird milder, und für einen Moment scheint alles ruhig und leicht. Diese Gegensätze gehören zu ihm. Der April bleibt nie lange in einer Stimmung. Er wechselt, bewegt sich, lässt nichts fest werden. Genau darin liegt etwas Echtes. Er zeigt, dass nicht alles beständig sein muss, um schön zu sein.
Der April erinnert uns daran, dass selbst im Wechsel etwas Beständiges liegt.
Zwischen Unruhe und Wärme, zwischen Regen und Licht entsteht etwas, das sich nicht planen lässt. Vielleicht ist es genau dieses Wechselhafte, das den April so besonders macht. Er erinnert daran, dass Veränderung kein Bruch ist, sondern ein Teil von allem. Und irgendwo zwischen diesen Momenten liegt eine leise Gewissheit, dass alles seinen Weg findet.
Ich habe den April mitgebracht. Vom Norddeich, zwischen Wind und Wasser. Das Gras im Licht, das sich leise bewegt. Die Weite des Meeres, in der alles offen bleibt. Und dazwischen etwas, das sich nicht festhalten lässt. Gedanken, Erinnerungen, ein leiser Moment auf Papier. Zwei Bilder sind dort entstanden, draußen, im Wind. Das dritte ist daraus gewachsen. Vielleicht tragen sie gemeinsam ein kleines Stück April weiter.
Der Wind kennt keine Richtung,
der Himmel keine Grenzen,
nur die Möwe weiß, wohin sie will.

