Polaah und der einsame Pinguin – Michael Engler & Joëlle Tourlonias
Schon das Cover lädt zum Innehalten ein. Ein kleiner Polarfuchs und ein Pinguin sitzen gemeinsam auf einer Eisscholle, umgeben von ruhigem Meer und leuchtenden Polarlichtern. Die Illustration wirkt weich, fast ein wenig verträumt und man bleibt automatisch einen Moment länger daran hängen. Es ist eines dieser Bilderbuchcover, das sofort eine Atmosphäre schafft und neugierig auf die Geschichte dahinter macht.
In dieser Geschichte begegnet Polaah gemeinsam mit seinen Freunden einem kleinen Pinguin, der plötzlich im hohen Norden auftaucht und sich dort zunächst überhaupt nicht wohlfühlt. Er ist weit weg von seinem Zuhause und die Sehnsucht nach dem Südpol begleitet ihn auf jeder Seite. Polaah, Hops, Gru Gru und Mampf begegnen ihm jedoch mit Offenheit und Wärme und versuchen ihm zu zeigen, dass er nicht allein ist. Ohne zu viel vorwegzunehmen entwickelt sich daraus eine ruhige und sehr einfühlsame Geschichte über Freundschaft, Zugehörigkeit und darüber, wie wichtig es ist, jemanden willkommen zu heißen.
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Manchmal braucht es nur einen Platz auf einander kleinen Eisscholle und ein paar offene Herzen, damit aus Fremden Freunde werden.
Besonders schön sind die Illustrationen von Joëlle Tourlonias. Die Bilder wirken lebendig, farbenfroh und gleichzeitig sehr sanft. Viele Szenen nehmen ganze Doppelseiten ein und transportieren die Emotionen der Figuren wunderbar. Auch der Text ist angenehm kurz gehalten und lässt sich gut vorlesen oder gemeinsam entdecken. Die Geschichte vermittelt ihre Botschaft ganz behutsam und zeigt Kindern auf verständliche Weise, dass Anderssein nichts Trennendes sein muss, sondern auch etwas sein kann, das verbindet.








