Von den Menschen, die uns nahestehen, kennen wir oft nur einen Teil ihrer Geschichte. Wir erleben sie im Alltag und glauben zu wissen, wer sie sind. Wir kennen ihre Gewohnheiten, wissen, wie sie lachen, und können manche ihrer Sätze schon zu Ende denken. Doch auch eine lange Freundschaft lässt Fragen offen. Erinnerungen, über die jemand selten spricht, können ein ganzes Leben begleiten. Hinter einer scheinbar selbstverständlichen Entscheidung liegt vielleicht eine Erfahrung, von der wir wenig wissen. Nähe wächst deshalb auch dort, wo wir bereit sind, unser vertrautes Bild von einem Menschen noch einmal zu verändern.
Literatur gibt solchen verborgenen Geschichten Raum. Sie lässt uns bei einem Gedanken verweilen, der im Alltag vielleicht unausgesprochen bleibt, und eröffnet den Blick auf Erfahrungen, die weit von unseren eigenen entfernt liegen. Wir können eine Figur verstehen, obwohl wir ihre Entscheidungen nicht teilen, oder in einem fremden Leben etwas entdecken, das uns überraschend vertraut ist. Eine beiläufige Bemerkung bekommt plötzlich Gewicht, sobald wir ihre Vorgeschichte kennen. Für einige Seiten sehen wir die Welt mit anderen Augen. Und beim Weiterlesen stellt sich womöglich eine Frage, die auch außerhalb des Buches ihre Bedeutung behält.
Für unsere Herbst-Auswahl haben wir Romane und Erzählungen zusammengestellt, die sich diesen Beziehungen auf unterschiedliche Weise nähern. Ihre Figuren suchen Halt und müssen zugleich herausfinden, wie sie ihr eigenes Leben gestalten möchten. Vergangenes wirkt bis in die Gegenwart hinein, während neue Wünsche vertraute Vorstellungen herausfordern. Was bedeutet Zusammenhalt, wenn sich die Menschen verändern, auf denen er beruht? Die Bücher dieser Auswahl geben dieser Frage unterschiedliche Gesichter. Wir möchten euch literarische Stimmen vorstellen, die dazu einladen, genauer hinzusehen und sich Zeit zu nehmen für das, was von einem Menschen erst nach und nach sichtbar wird.
In fremden Geschichten finden wir Worte für das, was in uns selbst noch keinen Namen hat.
Fogandbooks

Ein Leopardenhut – Anne Serre
Fanny gehört seit ihrer Kindheit zum Leben des Mannes, den Anne Serre schlicht den Erzähler nennt. Er kennt ihre Eigenheiten, sorgt sich um sie und versucht, ihr beizustehen. Dennoch überrascht sie ihn immer wieder. Ihre schroffen Reaktionen können unvermittelt einer ausgelassenen Freude weichen. Als sie eines Tages einen Leopardenhut stiehlt, scheint für einen Augenblick ein leichteres Leben auf, das ihr sonst kaum zugänglich ist.
Fannys psychische Erkrankung prägt die Freundschaft. Der Erzähler beobachtet sie aufmerksam und sucht nach Möglichkeiten, sie zu erreichen. Seine Zuneigung trägt auch die Hilflosigkeit eines Menschen in sich, der jemanden liebt, dessen Schmerz er kaum begreifen kann. Zugleich findet Fanny in Begegnungen kleine Freuden, die lange in ihr nachwirken. Ein Gespräch bei einem Kaffee kann ihr etwas schenken, das sie über den gemeinsamen Augenblick hinaus begleitet.
In kurzen Szenen setzt Anne Serre das Bild dieser eigenwilligen Frau und ihrer langjährigen Freundschaft zusammen. Dabei richtet sich der Blick auch auf den Erzähler und seine Versuche, Fanny in Worte zu fassen. Sein Wunsch, sie zu verstehen, verbindet sich mit dem Bedürfnis, etwas von ihr zu bewahren. »Ein Leopardenhut« erzählt so von Fürsorge und ihren Grenzen, von Verlust und den Erinnerungen, in denen ein geliebter Mensch mit all seinen Widersprüchen weiterlebt.
Auch das, was ich nie an dir verstand, fehlt mir.
Fogandbooks
Anne Serre wurde 1960 in Bordeaux geboren und lebt in Paris. Ihr literarisches Debüt erschien 1992 mit »Les Gouvernantes«, auf Deutsch als »Die Gouvernanten« bekannt. Für ihren Erzählband »Im Herzen eines goldenen Sommers« erhielt sie 2020 den Prix Goncourt de la Nouvelle. »Ein Leopardenhut« hat einen persönlichen Ursprung. Nach dem Tod ihrer jüngeren Schwester schrieb Serre den Roman, um ihr ein literarisches Andenken zu schaffen. Die englische Übersetzung von Mark Hutchinson stand 2025 auf der Shortlist des International Booker Prize. Die deutsche Ausgabe, übersetzt von Patricia Klobusiczky, erscheint am 24. November 2026 bei Nagel & Kimche.
Erscheinungsdatum: 24.11.2026
Haltet euch fest – Mareike Fallwickl
Frieda sieht 1978 ein Haus vor sich, das noch gar nicht gebaut ist. Mit Sigrid verbindet sie die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben, das eigenen Regeln folgen darf. Jahrzehnte später ist dieses Haus Luzias Zuhause. Dort wächst sie mit mehreren Bezugspersonen auf, teilt ihren Alltag mit anderen Kindern und erlebt, wie sich die Verantwortung füreinander auf viele Schultern verteilen lässt. Am großen Tisch finden auch Menschen Platz, die anderswo keinen sicheren Ort haben.
Die Verbindung zum Haus bleibt für Luzia auch als Erwachsene bestehen. Als Theaterregisseurin setzt sie sich gegen patriarchale Strukturen zur Wehr. Marle, mit der sie seit ihrer Jugend befreundet ist, möchte mit Anfang vierzig Mutter werden und sucht einen Weg, ihren Kinderwunsch unabhängig von einer Beziehung zu einem Mann zu erfüllen. Beide beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise damit, wie sie ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten können. Ein heftiges Unwetter bedroht jedoch den Ort, an dem über Jahrzehnte ein solches Miteinander entstanden ist.
Mareike Fallwickl erzählt diese Geschichte auf mehreren Zeitebenen und lässt dabei unterschiedliche Erfahrungen von Zugehörigkeit aufeinandertreffen. Freundschaften und queere Beziehungen prägen das Leben im Haus ebenso wie die gemeinsam übernommene Elternschaft. Auch die Räume selbst scheinen zu fühlen und zu reagieren, und sogar Geister finden darin ein Zuhause. »Haltet euch fest« verbindet die Geschichte einer Wahlfamilie mit der Frage, wie Menschen füreinander einstehen können, wenn ihr gemeinsames Leben gefährdet ist.
Um sich zu verankern in der Welt, müssen die Menschen sich das eigene Leben immer wieder erzählen.
Haltet Euch fest – Mareike Fallwickl
Mareike Fallwickl wurde 1983 in Hallein bei Salzburg geboren und lebt im Salzburger Land. Ihr literarisches Debüt »Dunkelgrün fast schwarz« erschien 2018. In Romanen wie »Die Wut, die bleibt« und »Und alle so still« beschäftigt sie sich mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen und den Möglichkeiten gemeinsamen Widerstands. Die Bühnenfassung von »Die Wut, die bleibt« wurde 2023 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Auch als Literaturvermittlerin setzt sich Fallwickl für weibliche, queere und diverse Stimmen ein. Ihr Schreiben verbindet sie mit dem Wunsch, gesellschaftliche Verhältnisse kritisch zu betrachten und dabei den Sinn für Humor zu bewahren.
Erscheinungsdatum: 06.10.2026


Hollywood, Ending – John Green
Wie viel von einer Liebe gehört noch zwei Menschen, wenn plötzlich alle mitreden? In »Hollywood, Ending« erzählt John Green von einer Begegnung am Filmset, die mit dem gemeinsamen Lernen von Texten und Gesprächen über Rollen beginnt. Kai und Juniper arbeiten an einem Film über Andy Warhol. Während sie sich auf ihre Figuren vorbereiten, kommen sie auch einander näher.
Beide verbinden unterschiedliche Hoffnungen mit dem Projekt. Juniper steht seit ihrer Kindheit vor der Kamera und möchte endlich als erwachsene Schauspielerin wahrgenommen werden. Kai muss sich in der Filmwelt erst zurechtfinden. Er hat Talent, doch die Angst, am Set zu versagen, begleitet ihn. Bei den Vorbereitungen in Pittsburgh lernen sie die Unsicherheiten des anderen kennen. Aus der Zusammenarbeit wächst eine Vertrautheit, die bald über den Dreh hinausreicht.
Mit dem Erfolg des Films verändert sich ihr Leben. Die Aufmerksamkeit eröffnet ihnen Möglichkeiten und greift zugleich tief in ihren Alltag ein. In den sozialen Medien werden sie zu öffentlichen Personen, deren Leben andere betrachten und kommentieren. Green begleitet Kai und Juniper aus beiden Perspektiven und verbindet ihre Geschichte mit dem Film über Warhol, an dem sie arbeiten. Selbstinszenierung und das Verhältnis von öffentlichem Bild und privatem Leben beschäftigen sie damit auch außerhalb ihrer Rollen. Sein erster Roman für Erwachsene erzählt von dem Versuch, unter diesen Bedingungen Vertrauen aufzubauen und eine entstehende Liebe zu bewahren.
Ruhm ist eine Art Rüstung, die du brauchst, um den Ruhm zu überleben.
Hollywood, Ending von John Green
John Green, 1977 geboren, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Für seinen Debütroman »Looking for Alaska«, auf Deutsch »Eine wie Alaska«, erhielt er 2006 den Michael L. Printz Award. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören »Das Schicksal ist ein mieser Verräter« und »Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken«. Gemeinsam mit seinem Bruder Hank betreibt er den Videoblog »Vlogbrothers« und den Bildungskanal »Crash Course«. Green lebt mit seiner Familie in Indianapolis.
Erscheinungsdatum: 06.10.2026
Leuchtzeichen – Susan Choi
Von einem Spaziergang an der japanischen Küste kehrt nur die Tochter zurück. Die zehnjährige Louisa wird allein am Strand gefunden, ihr Vater Serk bleibt verschwunden. Man nimmt an, dass er ertrunken ist. Doch Louisa kann sich nur bruchstückhaft an den Abend erinnern. Für sie und ihre Mutter Anne beginnt ein Leben, das von seinem Fehlen geprägt ist und von der Ungewissheit darüber, was tatsächlich geschehen ist.
Um Serks Geschichte zu verstehen, führt Susan Choi weit in seine Vergangenheit zurück. Als Sohn koreanischer Eltern ist er in Japan aufgewachsen, bevor er in den USA einen Neuanfang suchte. Dort wollte er sich von seiner Herkunft lösen und ein anderes Leben aufbauen. Sein Weg bleibt jedoch mit der Geschichte seiner Familie verbunden. Der Roman folgt diesen Verbindungen über Jahrzehnte und Ländergrenzen hinweg, von Japan über die USA bis nach Nordkorea.
In »Leuchtzeichen« verändert sich mit den wechselnden Perspektiven auch der Blick auf die Familie. Serk erhält eine Geschichte, die über Louisas Erinnerungen an ihren Vater hinausreicht. Auch Annes Vergangenheit und ihr schwieriges Verhältnis zur Tochter treten hervor. Persönliche Verletzungen und die Folgen politischer Entscheidungen greifen dabei ineinander. Aus dem Verschwinden eines Menschen entsteht ein Familienroman über das Weiterleben mit offenen Fragen und den langen Versuch, einander besser zu verstehen.
Ich suche dich noch immer an dem Ufer, an dem meine Erinnerung endet.
Fogandbooks
Susan Choi, 1969 in South Bend, Indiana, geboren, lehrt literarisches Schreiben an der Johns Hopkins University. Für »Trust Exercise«, auf Deutsch »Vertrauensübung«, erhielt sie 2019 den National Book Award for Fiction. Für »Leuchtzeichen« verband sie Erinnerungen an einen Japanaufenthalt in ihrer Kindheit mit Recherchen zu ungeklärten Vermisstenfällen der späten 1970er-Jahre. Der Roman erschien im Original als »Flashlight« und stand auf den Shortlists des Booker Prize 2025 und des Women’s Prize for Fiction 2026.
Erscheinungsdatum: 30.10.2026


Nach der Sonne schauen – Martina Hefter
Wo früher Kohle abgebaut wurde, liegt heute ein See. In dieser Landschaft südlich von Leipzig möchte Iona Bartschok den Sommer verbringen und an einem neuen Kunstprojekt arbeiten. Die Installationskünstlerin bezieht eine umgebaute Industriehalle, nachdem ein Maler eines ihrer wichtigsten Werke öffentlich beschädigt hat. Ihr Baumhaus trägt nun die aufgesprühte Beschimpfung »Bullshit«. Der Angriff beschäftigt sie weiter, auch fern von den Ausstellungen und Gesprächen der Kunstwelt.
Ionas neue Arbeit soll den Blick weit nach vorn richten. Sie möchte ein Modell der Landschaft entwerfen, wie sie in fünftausend Jahren aussehen könnte. Um sie herum liegen die Spuren früherer Eingriffe in die Natur, während Wind und wechselhaftes Wetter ihre Tage bestimmen. Zunächst leistet ihr ein künstlicher Hund auf einem Bildschirm Gesellschaft. Dann läuft ihr Bella zu, eine Hündin, die bei ihr bleibt und bald auch ihren Alltag verändert. Mit Nova, der Nichte ihres Vermieters, kommt eine weitere unerwartete Begegnung hinzu. Ionas Wunsch nach Abstand gerät in Bewegung, während draußen die Stürme stärker werden und Regen die Straßen flutet. In »Nach der Sonne schauen« verbindet Martina Hefter die Arbeit an einer möglichen Zukunft mit einer Gegenwart, die sich immer wieder bemerkbar macht. Sie erzählt von einer Künstlerin, die nach einem Angriff Schutz sucht und neu ausloten muss, wie viel Nähe sie zulassen möchte.
Allem Schlechten auf der Welt muss man mit Schönheit begegnen.
Nach der Sonne schauen – Martina Hefter
Martina Hefter ist Schriftstellerin und Performancekünstlerin. Sie lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. Neben Romanen veröffentlicht sie Gedichte und Sprechtexte, in denen auch Körper und Bewegung eine Rolle spielen. Für »Hey guten Morgen, wie geht es dir?« erhielt sie 2024 den Deutschen Buchpreis. Im selben Jahr würdigte der Deutsche Literaturfonds ihr literarisches Gesamtwerk mit seinem Großen Preis. Zu ihren Gedichtbänden gehört »In die Wälder gehen, Holz für ein Bett klauen«.
Erscheinungsdatum: 17.10.2026
Raufbold – Lauren Groff
Die Schulranzen sind gepackt, doch an diesem Morgen geht es nicht zum Unterricht. Eine Zwölfjährige hat Kleidung und Zahnbürsten eingesteckt. Ihre Mutter wartet mit dem Auto, um mit ihr und ihren beiden Brüdern vor dem gewalttätigen Vater zu fliehen. Mit dieser heimlich vorbereiteten Flucht beginnt Lauren Groffs Erzählband „Raufbold“. Die neun Geschichten reichen von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart und führen von Neuengland über Florida bis Kalifornien. Eine junge Schwimmerin kämpft mit ihrer Wut und braucht jemanden, der ihr Halt gibt. Eine andere junge Frau muss unvermittelt Verantwortung für ihren Bruder übernehmen. Groff erzählt von Menschen, deren Beziehungen ihnen viel abverlangen und die unter schwierigen Umständen versuchen, das Richtige zu tun.
Ihre guten Absichten treffen auf Angst, Überforderung und den Wunsch, sich selbst zu retten. Es geht um Verantwortung und Verlust, um Zuneigung und die Grenzen der eigenen Kraft. Auch die Familiengeschichte am Anfang reicht weit über den Tag der Flucht hinaus: Sie lebt in den Erinnerungen der Mutter fort und prägt schließlich das Leben ihrer Tochter. Was Menschen einander antun, aber auch die Hilfe, die sie erfahren, verbindet hier mehrere Generationen.
Jeder Tag ist dann gleich, und unser Leben wird stinklangweilig und wunderbar sein.
Raufbold – Lauren Groff
Lauren Groff, geboren 1978, lebt in Gainesville, Florida, und schreibt Romane und Erzählungen. Mit „Licht und Zorn“, „Florida“ und „Matrix“ stand sie jeweils auf der Shortlist des National Book Award. Für ihren Erzählband „Florida“ erhielt sie den Story Prize. Ihre Texte erscheinen unter anderem im New Yorker und im Atlantic. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie die unabhängige Buchhandlung The Lynx.
Erscheinungsdatum: 01.10.2026

Die Bücher dieser Auswahl erzählen von Beziehungen unter Druck. Nähe kann Sicherheit geben und zugleich Erwartungen hervorbringen, denen ein Mensch kaum gerecht wird. Wer Verantwortung übernimmt, muss auch mit den Grenzen der eigenen Kraft leben. Diese Spannung führt über das einzelne Schicksal hinaus. Sie berührt die Vorstellungen davon, was eine Familie zusammenhält und welche Formen von Gemeinschaft außerhalb ihrer gewachsenen Strukturen möglich sind. Auch die Vergangenheit wirkt in diese Fragen hinein. In Erinnerungen werden Beziehungen fortgesetzt und neu gedeutet. Eine Geschichte kann die Nähe zu einem verlorenen Menschen bewahren; sie kann ebenso zeigen, wie unterschiedlich zwei Menschen ihre gemeinsame Vergangenheit erlebt haben. Damit gewinnt das Erzählen selbst Bedeutung. Welche Erfahrungen sichtbar werden und welche im Verborgenen bleiben, hängt auch davon ab, wer eine Geschichte erzählt und wem zugehört wird.
Zugehörigkeit berührt dabei auch die Frage, wie Menschen sich selbst sehen und ihr Leben gestalten möchten. Die Erwartungen anderer können dieses Selbstbild mitbestimmen, besonders dort, wo ein Leben öffentlich sichtbar wird. Der Wunsch, sich selbst treu zu bleiben, gerät dann in Konflikt mit dem Bild, das nach außen vermittelt werden soll. Kunst und Vorstellungskraft eröffnen zugleich Möglichkeiten, die Gegenwart anders wahrzunehmen und eine Zukunft zu entwerfen. So verbindet die Auswahl persönliche Erfahrungen mit der Frage, welche Vorstellungen unser Zusammenleben bestimmen und wie sie sich verändern lassen.


