Vorlesen ist Liebe in Worten.
Die ersten Bücher im Leben eines Kindes sind etwas ganz Besonderes. Sie werden nicht einfach nur vorgelesen, sie werden gehalten, bestaunt, befühlt und manchmal auch fest an sich gedrückt. Wenn kleine Hände nach stabilen Seiten greifen und neugierige Augen Farben und Formen entdecken, beginnt eine stille Reise in die Welt der Geschichten. In den ersten drei Lebensjahren geht es nicht um lange Texte oder komplexe Handlungen. Es geht um Klang, Rhythmus und Wiederholung. Um vertraute Bilder, die Sicherheit geben. Um Tiere, die wiederkehren. Um Wörter, die man bald schon mitsprechen kann. Bücher werden zu Ritualen im Alltag, zu festen Momenten voller Nähe und Aufmerksamkeit. Vorlesen in diesem Alter bedeutet nicht nur Geschichten zu teilen. Es bedeutet, Zeit zu schenken. Wärme. Verlässlichkeit. Und vielleicht entsteht genau hier etwas, das ein Leben lang bleibt. Die Freude an Büchern, die ganz leise beginnt und doch so stark wachsen kann.
Zwischen ersten Seiten wächst ein Zuhause aus Worten.
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Die kleine Quengel-Qualle – Sandra Hohenstein
Manchmal fühlt man sich klein. Zu klein. Unscheinbar wie eine winzige Qualle tief unten im Meer. Genau dort lebt die kleine Quengel-Qualle, die glaubt, nichts Besonderes zu sein. Sie zweifelt an sich, fühlt sich nutzlos und übersieht dabei, was längst in ihr steckt.
Mit viel Feingefühl und einer sanften Bildsprache erzählt diese Geschichte davon, dass Größe nichts mit Bedeutung zu tun hat. Dass auch die Kleinsten wichtig sind. Und dass jedes Wesen seinen ganz eigenen Platz in der Welt hat. Eine liebevolle Botschaft, die schon den Jüngsten zeigt, wie wertvoll sie sind.
Gerade für Kinder ab 2 oder 3 Jahren eignet sich das Buch wunderbar zum gemeinsamen Entdecken, Staunen und Wiederholen. Die klare Sprache und die ausdrucksstarken Illustrationen greifen Gefühle auf, die auch kleine Kinder bereits kennen.
Auch die Kleinsten tragen etwas Großes in sich.
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Sandra Hohenstein schreibt mit spürbarer Fantasie und einem feinen Gespür für Emotionen. Schon als Kind sprudelten die Worte nur so aus ihr heraus, eine Leidenschaft, die sie bis heute begleitet. Nach der Entscheidung für ein Kommunikationsstudium arbeitet sie inzwischen hauptberuflich als freie Autorin und verfasst neben Bilderbüchern auch Drehbücher. Ihre Liebe zum Meer und ihre Begeisterung für fantasievolle Welten spiegeln sich deutlich in dieser Geschichte wider. Die Begegnung mit einem Walhai zählt zu ihren eindrucksvollsten Naturerlebnissen, vielleicht schwimmt deshalb gerade unter Wasser so viel Gefühl in ihren Geschichten mit.
Alle kommen mit ins Bett – Susan Niessen
Anna möchte nicht allein schlafen. Bei Mama und Papa ist es einfach gemütlicher. Das finden auch der Schmusebär, die Tigerkatze und all die anderen treuen Begleiter aus dem Kinderzimmer. Einer nach dem anderen klettert mit ins große Bett, bis es plötzlich ziemlich voll wird. Mit viel Humor und Wärme erzählt dieses Bilderbuch von einem Thema, das viele Familien kennen. Nähe, Einschlafen, das Bedürfnis nach Geborgenheit. Die liebevollen Illustrationen schaffen eine ruhige Atmosphäre, die perfekt in die Abendroutine passt. Kinder entdecken hier nicht nur vertraute Gefühle, sondern auch das beruhigende Wissen, dass sie mit ihrem Wunsch nach Nähe nicht allein sind.
Manchmal braucht man zum Einschlafen
einfach ein bisschen mehr Nähe.
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Susan Niessen wurde 1967 geboren und wuchs in der Nordeifel und in Westfalen auf. Nach Stationen in Paris, Marburg, Bonn und Norwich studierte sie Anglistik, Germanistik und Psychologie. Ein Volontariat beim Rowohlt Verlag führte sie schließlich in die Verlagswelt. Sie arbeitete unter anderem beim Arena Verlag und beim Coppenrath-Verlag, bevor sie sich 2009 als freie Lektorin selbstständig machte. Seitdem schreibt sie auch eigene Bücher und verbindet dabei ihre verlegerische Erfahrung mit einem feinen Gespür für kindliche Themen.


Die Baby Hummel Bommel: Gute Nacht – Maite Kelly & Britta Sabbag
Die Baby Hummel Bommel ist müde. Sehr müde. Doch bevor die Augen wirklich zufallen können, braucht es noch ein kleines Ritual. Ein warmes Getränk. Eine Geschichte. Ein Lied. Und natürlich diesen einen, honigsüßen Einschlafkuss. Dieses liebevoll erzählte Einschlafbuch begleitet Kinder durch die vertrauten Schritte des Zubettgehens. Es zeigt, dass Müdigkeit manchmal noch ein bisschen Nähe braucht. Dass Rituale Sicherheit schenken. Und dass Einschlafen leichter wird, wenn man sich geborgen fühlt. Die sanften Illustrationen und der ruhige Ton machen das Buch zu einem wunderbaren Begleiter für die Abendroutine.
Manchmal braucht es nur ein Lied und einen Kuss,
damit der Tag leise gehen darf.
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Maite Kelly, geboren 1979 als Mitglied der Kelly Family, ist nicht nur erfolgreiche Sängerin und Songwriterin, sondern auch Autorin. Das Schreiben von Texten ist seit vielen Jahren ihre große Leidenschaft. Britta Sabbag, geboren 1978 in Osnabrück, studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik. Nach ihrem Romandebüt wandte sie sich der Kinderliteratur zu und feierte mit der Reihe rund um die kleine Hummel Bommel große Erfolge. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Natur, wo sie Inspiration für neue Geschichten findet.
Die Streithörnchen – Rachel Bright
Ganz oben im Baum hängt der letzte Tannenzapfen des Jahres. Und den wollen gleich zwei. Lenni hat vergessen, Vorräte für den Winter zu sammeln. Finn denkt nicht daran, den Zapfen kampflos aufzugeben. Was als kleiner Konkurrenzkampf beginnt, wird schnell zu einem turbulenten Wettstreit voller Eifersucht, Trotz und ganz großer Gefühle. Dieses Bilderbuch erzählt mit viel Witz und Tempo von einem Thema, das Kinder nur allzu gut kennen. Teilen fällt schwer. Verlieren noch mehr. Doch manchmal liegt im Streit auch die Chance, etwas Neues zu entdecken. Vielleicht sogar Freundschaft.
Manchmal beginnt Freundschaft genau dort,
wo der Streit am lautesten war.
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Rachel Bright ist Autorin, Illustratorin und Grafikerin. Ihre Bilderbücher verbinden Humor mit einer klaren emotionalen Botschaft. Sie lebt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof an der Küste Englands, wo viele ihrer Ideen entstehen. Die Illustrationen stammen von Jim Field, dessen lebendiger Stil den Figuren eine ganz eigene Dynamik verleiht.


Für immer Du und Ich – Nicola Edwards
Der große Bär und der kleine Bär erleben jeden Tag kleine Abenteuer. Sie gehen spazieren, planschen im Wasser, lachen, entdecken und kuscheln. Es sind keine spektakulären Ereignisse, sondern genau die Momente, die für Kinder am wichtigsten sind. Nähe. Sicherheit. Zusammen sein. Dieses liebevoll gereimte Bilderbuch erzählt von bedingungsloser Zuneigung und davon, wie groß Liebe sein kann. Die vielen Schieber und Klappen laden kleine Hände zum Mitmachen ein und machen das Buch zu einem interaktiven Erlebnis. So wird nicht nur vorgelesen, sondern gemeinsam entdeckt.
Liebe ist das größte Abenteuer von allen.
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Nicola Edwards wuchs im englischen Brighton auf und lebt heute in London. Sie schreibt mit viel Gefühl und einem besonderen Gespür für Rhythmus und Sprache. Die Illustrationen stammen von Sébastien Braun, dessen warmer, weicher Stil die Beziehung zwischen großem und kleinem Bären besonders liebevoll einfängt.
Halt dich an mir fest – Sophie Schoenwald
Der kleine Otter hat im Schlaf die Hand seiner Mama losgelassen und treibt nun ein Stück davon. Zum Glück darf hier mitgeholfen werden. Kleine Hände kitzeln, stupsen, begleiten und sorgen dafür, dass der Otter sicher seinen Weg zurückfindet. Dieses interaktive Bilderbuch lädt Kinder aktiv zum Mitmachen ein. Es wird geklopft, gewischt und getaucht. So entsteht nicht nur eine Geschichte, sondern ein gemeinsames Erlebnis. Ganz nebenbei erzählt das Buch von Urvertrauen, Nähe und dem beruhigenden Wissen, dass Mama immer da ist. Gerade für Kinder zwischen eins und drei Jahren ist dieses Thema besonders nahbar. Die klare Handlung, die liebevollen Illustrationen und die Mitmach-Elemente fördern Aufmerksamkeit und Feinmotorik und stärken gleichzeitig das Gefühl von Sicherheit.
Manchmal reicht eine kleine Pfote, um sich wieder ganz sicher zu fühlen.
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Sophie Schoenwald wurde 1980 in Bayern geboren und lebt heute in Köln. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin liebt Tiere und die Natur. Schon als Kind tauchte sie begeistert in Bücherwelten ein. Heute schreibt sie selbst Tiergeschichten für Bilderbücher und verbindet dabei Wärme mit kindgerechter Spannung. Die Illustrationen stammen von Nadine Reitz, die dem kleinen Otter mit viel Gefühl und sanften Farben Leben einhaucht.


Schüttel den Apfelbaum – Nico Sternbaum
Hier wird nicht nur vorgelesen. Hier wird geschüttelt, geklopft, gepustet und gedreht. Dieses Mitmachbuch fordert Kinder aktiv auf, einzugreifen und Teil der Geschichte zu werden. Der Apfelbaum soll geschüttelt werden, damit die Äpfel herunterfallen. An Türen wird geklopft. Figuren werden wachgekitzelt. Durch diese direkte Ansprache entsteht ein spielerisches Erlebnis, das Kinder ab zwei Jahren sofort begeistert. Sie erleben, dass ihre Handlung etwas bewirkt. Das stärkt Aufmerksamkeit, Motorik und das Gefühl von Selbstwirksamkeit. Gleichzeitig bleibt die Geschichte klar und leicht verständlich, sodass sie immer wieder neu entdeckt werden kann. Ein Bilderbuch voller Energie, das Bewegung und Lesen auf eine wunderbare Weise verbindet.
Hier darf gelesen, gelacht und kräftig geschüttelt werden.
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Nico Sternbaum zeichnete und erfand schon als Kind eigene Geschichten. Nach seinem Studium an einer Kunsthochschule widmete er sich ganz dem Schreiben und Illustrieren von Kinderbüchern. Mehrere seiner interaktiven Titel wurden zu Bestsellern und von der Stiftung Lesen empfohlen. Seine Bücher verbinden einfache Konzepte mit großem Mitmachfaktor und treffen damit genau den Nerv junger Kinder.
Die ersten Bücher begleiten Kinder nicht nur durch ihre Tage, sondern durch ihre Gefühle. Sie erzählen von Nähe, von Mut, vom Streiten und Versöhnen, vom Loslassen und Wiederfinden. Sie lassen kleine Hände klopfen, schütteln und entdecken. Sie schenken Sicherheit, Selbstvertrauen und ganz viel gemeinsame Zeit. Ob beim Einschlafen, beim Kuscheln oder beim ausgelassenen Mitmachen – genau hier beginnt die Liebe zu Geschichten. Leise, verspielt oder voller Energie. Und vielleicht bleibt von all dem mehr als nur eine Erinnerung. Vielleicht bleibt dieses Gefühl, dass Bücher ein Zuhause sein können.


